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Island mit Hund: Der große Guide für Ihren Urlaub mit Vierbeiner

Island Berg

Urlaub auf Island mit Hund klingt verlockend: endlose Landschaften, saubere Luft, raue Natur und kaum Ablenkung – ein Paradies für Mensch und Tier. Doch ein Island-Trip mit Ihrem Hund will gut vorbereitet sein. Denn die Insel im Nordmeer ist nicht einfach irgendein Reiseziel: Es ist eine Insel mit strengem Tierschutz, sensibler Umwelt und besonderen Einreisebestimmungen für Hunde.

In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, wenn Sie Island gemeinsam mit Ihrem Hund erkunden wollen: von der Einreise und Quarantäne, über Transport und Unterkünfte, bis zu hundefreundlichen Wanderungen und Verhaltensregeln in der isländischen Natur.

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Warum Island mit Hund?

Island ist ein Naturparadies: dramatische Vulkane, schwarze Strände, Gletscher, Wasserfälle und weite, menschenleere Landschaften. Wer Ruhe sucht, findet sie hier – ideal auch für sensible Hunde, die keine Lust auf überfüllte Urlaubsorte haben.

Anders als viele Mittelmeerinseln, die oft hitzegeplagt und hundefeindlich sind, punktet Island mit gemäßigten Temperaturen, sauberer Umwelt und wenig Verkehr. Klingt perfekt – wären da nicht die strengen Auflagen.

Einreisebestimmungen: Was Sie beachten müssen

1. Frühzeitige Genehmigung beantragen

Sie müssen mindestens 30 Tage vor Einreise eine Genehmigung beim isländischen Amt für Lebensmittelsicherheit (MAST) beantragen. Ohne diese darf Ihr Hund nicht ins Land.

Erforderlich ist ein detaillierter Antrag mit:

  • Mikrochipnummer

  • Impfnachweisen

  • Gesundheitszertifikaten

  • Reisedaten und Flugnummer

Der Antrag kostet umgerechnet ca. 100–200 Euro.

Alle Unterlagen müssen auf Englisch oder Isländisch vorliegen.

2. Island Hund Quarantäne: Pflicht für alle

Quarantäne ist zwingend, auch bei vollständig geimpften Tieren. Dein Hund muss 14 Tage in einer staatlichen Quarantänestation verbringen. Aktuell gibt es nur zwei Einrichtungen:

  • Reykjavík (Hafnarfjörður)

  • Hvalfjörður (etwas abgelegener)

Sie müssen frühzeitig buchen, denn die Plätze sind begrenzt – besonders im Sommer.

3. Medizinische Anforderungen im Überblick

Hier ein Überblick über die wichtigsten Anforderungen:

Anforderung

Zeitraum

Tollwutimpfung

Mindestens 30 Tage alt, max. 12 Monate

Bluttest (Tollwut-AK)

3–4 Wochen nach Impfung, mind. 0,5 ml

Bandwurmbehandlung

5–10 Tage vor Einreise, schriftlicher Nachweis

Mikrochip

Vor allen Behandlungen einsetzen

Allgemeine Gesundheitsbescheinigung

max. 10 Tage vor Ankunft

Tipp: Lassen Sie sich von einem Tierarzt beraten – das spart Stress beim Antrag.

Husavik Island

Flug & Transport: So reist Ihr Hund nach Island

Der Transport Ihres Hundes erfolgt immer im Frachtraum – selbst bei kleinen Hunden. Airlines wie Icelandair akzeptieren Haustiere nur über bestimmte Strecken und in speziellen Boxen.

Das ist zu beachten:

  • IATA-zertifizierte Transportbox in richtiger Größe

  • Frühzeitige Anmeldung bei der Airline (mind. 2–3 Monate vorher)

  • Beruhigungsmittel ausschließlich nach Rück- und Absprache mit dem Tierarzt

  • Vor dem Flug Futterpause (mind. 6 Stunden)

  • Box mit saugfähiger Unterlage, Wasserschale & vertrautem Spielzeug

Achtung: Umsteigen ist problematisch – nicht alle Länder lassen Tiere im Transit zu. Direktflüge ab Frankfurt, Amsterdam oder Kopenhagen sind ideal.

Unterwegs in Island mit Hund: Was Sie dürfen – und was nicht

Island ist stolz auf seine Natur – und nimmt Umweltschutz sehr ernst. Daraus ergeben sich einige klare Regeln für Haustiere:

Anleinpflicht & Verhalten

  • Leinenpflicht gilt überall – auch auf dem Land. Nur auf privaten Grundstücken oder gesicherten Flächen darf der Hund frei laufen.

  • Das Stören von Tieren (Schafe, Vögel, Polarfüchse) ist verboten – schon der Anschein kann zu Strafen führen.

  • Kot muss immer entfernt werden – auch auf abgelegenen Wanderwegen.

Verbotene Gebiete für Hunde

Einige Gebiete sind für Hunde komplett tabu, darunter:

  • Þingvellir-Nationalpark

  • Teile des Vatnajökull-Gletschers

  • Brutgebiete im Hochland (besonders im Frühling)

Tipp: Auf den Webseiten der Nationalparks finden Sie tagesaktuelle Hinweise.

Island grün

Island: Mit Hund wandern - die besten Routen

Island ist ein Wanderland – und viele Wege eignen sich auch mit Hund, wenn Sie vorbereitet sind. Achten Sie aber auf schwieriges Terrain, lose Lava, scharfkantige Felsen oder heiße Quellen, die gefährlich für Hundepfoten sind.

5 hundefreundliche Wanderrouten:

  1. Reykjanes Peninsula Coastal Trail
    Weitläufig, wenig Tourismus, wunderschöne Küstenblicke.

  2. Hraunfossar & Barnafoss Wanderweg
    Kurze Rundtour entlang eindrucksvoller Wasserfälle – ideal für ältere Hunde.

  3. Hellnar nach Arnarstapi (Snæfellsnes)
    Küstenwanderung mit tollem Panorama und stabilen Wegen.

  4. Skógar → Kvernufoss
    Geheimtipp-Wasserfall, meist wenig los, viel Platz.

  5. Borgarfjörður Eystri
    Abgelegene Elfenpfade – perfekt für erfahrene Wanderhunde.

Ausrüstungstipp:

  • Pfotenschutz bei scharfem Gestein

  • GPS-Tracker (z. B. Tractive)

  • Reiseapotheke für kleinere Verletzungen

Hundefreundliche Unterkünfte auf Island: Ferienhäuser & Ferienwohnungen

Wenn Sie mit Ihrem Hund nach Island reisen, sind Ferienhäuser und Ferienwohnungen die komfortabelste und flexibelste Art der Unterkunft. Viele Hotels schließen Haustiere generell aus oder erheben hohe Zusatzgebühren – in Ferienunterkünften genießen Sie dagegen oft mehr Freiheiten, Privatsphäre und Platz für sich und Ihren Vierbeiner.

Gerade in ländlichen Regionen Islands – etwa auf der Snæfellsnes-Halbinsel, im Süden rund um Vik oder im Norden bei Akureyri – gibt es zahlreiche Ferienhäuser, die Hunde willkommen heißen. Auf Plattformen wie hometogo.de können Sie gezielt nach Unterkünften filtern, die „Haustiere erlaubt“ angeben. Achten Sie dabei auf die Hausordnung und auf etwaige Einschränkungen hinsichtlich Größe oder Anzahl der Tiere.

Ein großer Vorteil: Viele Ferienhäuser verfügen über einen eingezäunten Garten oder Naturgrundstück, auf dem Ihr Hund sich sicher bewegen kann. Das ist besonders praktisch, wenn Sie auch mal entspannte Tage am Haus verbringen möchten. Bei abgelegeneren Unterkünften lohnt es sich, die Umgebung per Satellitenbild anzuschauen – oft gibt es direkt Wanderwege oder Schotterpisten, die zu kleinen Gassiabenteuern einladen.

Nehmen Sie am besten vor der Buchung direkt Kontakt zum Gastgeber auf, um Rückfragen zu klären:

  • Ist das Grundstück eingezäunt?

  • Gibt es andere Tiere in der Nähe (z. B. Schafe)?

  • Sind Näpfe oder Hundedecken vorhanden?

So vermeiden Sie Überraschungen vor Ort. Tipp: Viele isländische Gastgeber sind sehr tierlieb und freuen sich über gut erzogene Hunde – oft erhalten Sie sogar Insider-Tipps für hundefreundliche Spazierwege in der Umgebung.

Cottage Island

Notfallversorgung & Tierärzte in Island

Sie sollten für den Notfall vorbereitet sein – auch wenn Island sehr sicher ist. In den Städten gibt es gut ausgestattete Tierarztpraxen, auf dem Land ist die Versorgung jedoch lückenhaft.

Tierärzte in Island:

  • Reykjavík: Dýraspítalinn (24h-Notfall)

  • Akureyri: Norðurlands Dýralæknir

  • Selfoss: Suðurlands Dýraklinik

Wichtiger Tipp:
Laden Sie die App 112 Iceland herunter – hier können Sie Notfälle direkt melden, auch mit GPS-Standort.

Hunderassen, die nicht nach Island einreisen dürfen

Island ist ein Land mit strengem Tier- und Seuchenschutz. Um Krankheiten zu vermeiden und die einheimische Tierwelt zu schützen, hat die isländische Regierung klare Regeln für die Einreise von Hunden festgelegt – dazu gehört auch ein Verbot bestimmter Hunderassen.

Aktuell ist die Einfuhr folgender Hunderassen und Kreuzungen mit ihnen nach Island verboten:

  • Pitbull Terrier

  • Staffordshire Bullterrier (Staffie)

  • American Staffordshire Terrier

  • American Bulldog

  • Fila Brasileiro

  • Dogo Argentino

  • Tosa Inu

  • Wolfshybriden

Diese Rassen gelten in Island als potenziell gefährlich und sind laut Gesetzgebung unabhängig vom individuellen Wesen oder Training nicht einfuhrfähig – auch nicht mit Sondergenehmigung oder Verhaltenstest. Selbst wenn Ihr Hund bereits in anderen europäischen Ländern zugelassen ist, bleibt die Einreise nach Island untersagt.

Wichtig: Auch Mischlinge, bei denen eine der oben genannten Rassen erkennbar beteiligt ist, dürfen nicht einreisen. Im Zweifelsfall kann ein DNA-Test angefordert werden, um die Herkunft zu überprüfen.

Island verfolgt mit diesem Verbot das Ziel, sowohl die öffentliche Sicherheit als auch das Gleichgewicht der einheimischen Tierwelt zu wahren. Die Einfuhrregeln basieren auf dem isländischen Tierschutzgesetz und den Richtlinien der Lebensmittel- und Veterinärbehörde (MAST).

Wenn Sie planen, mit Ihrem Hund nach Island zu reisen, prüfen Sie daher frühzeitig, ob Ihre Rasse betroffen ist. Bei Unsicherheiten empfiehlt sich die direkte Rücksprache mit MAST – so vermeiden Sie unangenehme Überraschungen oder eine Einreiseverweigerung am Flughafen.

Lohnt sich ein Islandurlaub mit Hund?

Ein Urlaub mit Hund in Island ist kein Last-Minute-Abenteuer – aber ein unvergessliches Erlebnis für alle, die Natur lieben, gut planen und Rücksicht auf Tier und Umwelt nehmen.

Ideal für:

  • Hunde, die stressresistent sind

  • Halter:innen, die viel Zeit in Natur & Ruhe verbringen wollen

  • Menschen, die bereit sind, Bürokratie & Kosten in Kauf zu nehmen

Weniger geeignet für:

  • Junge oder kranke Hunde

  • Spontane Reisen oder Kurztrips

  • Reisende mit engem Budget

Wenn Sie diese Punkte beachten und gut vorbereitet sind, steht einem Island Urlaub mit Hund nichts im Weg. Die Natur wird Sie verzaubern – und Ihr Hund wird die neue Welt mit neugieriger Schnauze erkunden.

Extra-Tipp zum Schluss:
Führen Sie ein Reisetagebuch über Ihre Islandreise mit Hund – viele Leser suchen persönliche Erfahrungsberichte zu genau diesem Thema. Vielleicht wird Ihr Urlaub auf der Insel nicht nur ein Erlebnis, sondern auch eine Inspiration für andere Reisende!